brustsichere Diagnostik
Mammographie
Dr.
med. Nicolaus Heilper Zeppelinstr. 42
40231 Duesseldorf Tel: 0211-219963
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Infos
1 Screening Mammographie
Einführung
des Mammographie Screenings ab Januar 2003
Ab 2006 wurde stufenweise deutschlandweit die Screening-Mammographie eingeführt. Mit diesem Programm soll die Früherkennung von Brustkrebs durch eine Röntgenreihenuntersuchung verbessert werden, die Krankenkassen übernehmen dafür die Kosten. Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren werden dazu im Abstand von 2 Jahren von einer zentralen Stelle angeschrieben und erhalten einen Termin in einem speziellen Zentrum für die Durchführung der Mammographie. Nach ca. 1 Woche erhält die Frau einen Brief mit dem Resultat der Untersuchung. Falls die Mammographie Auffälligkeiten ergeben hat, wird ein zweiter Termin für die weitere Abklärung vergeben. Es gibt jetzt also zwei Arten der Mammographie:
- Die Screeningmammographie ist ein Angebot an beschwerdefreie Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, sie wird in einem Screeningzentrum in zweijährigem Abstand durchgeführt.
- Die kurative Mammographie wird zur Abklärung von Beschwerden, Knoten oder bei erhöhtem Sicherheitsbedürfnis oder Risiko (z.B. familiärem Brustkrebs oder nach einer Brustkrebserkrankung) durchgeführt, auch bei Frauen unter 50 oder über 69 Jahren. Diese Mammographie führen wir auch weiterhin in unserer Praxis mit optimaler Qualität durch, die Krankenkassen tragen hierfür bei gegebener Indikation ebenfalls die Kosten.
Welche Frauen können am Mammographie-Screening teilnehmen? Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren erhalten im zweijährigen Abstand eine Einladung zur Screeningmammographie.
Wann nehmen Sie nicht an der Screeningmammographie teil?
- wenn Sie jünger als 50 oder älter als 69 Jahre alt sind
- wenn die letzte Mammographie weniger als 1 Jahr zurückliegt
- wenn tastbare Knoten oder unklare Brustbeschwerden vorliegen
- wenn bereits eine Operation wegen einer Brustkrebserkrankung vorgenommen wurde
- bei deutlich erhöhtem Brustkrebsrisiko
- wenn Sie die Untersuchung nicht wünschen
Was sind die Vorteile der Screening-Mammographie?
Im Rahmen des Screeningprogramms wird die Mammographie auf hohem Qualitätsniveau durchgeführt. Die Untersuchungen sind für die Frauen kostenlos. Internationale Studien zeigen, dass sich für Frauen, die am Mammographiescreening teilnehmen, die Brustkrebssterblichkeit deutlich senken lässt.
Welche Probleme beinhaltet die Screeningmammographie?
Der Arzt, welcher die Screeningmammographie beurteilt, kennt die untersuchte Frau nicht. Er weiß nichts über die Vorgeschichte und hat keine Tastuntersuchung durchgeführt. Das größte Problem aber besteht bei schlecht beurteilbaren Mammographiebildern (bei „dichtem Brustgewebe“): Er muss die Aufnahme als „unauffällig“ befunden, obwohl in diesem Fall ein Krebsknoten oft mit der Mammographie gar nicht erkannt werden kann. Dies könnte durch eine ergänzende Ultraschalluntersuchung vermieden werden.
Was können wir Ihnen empfehlen?
- Nehmen Sie am Mammographiescreening teil, wenn Sie eine Einladung dazu erhalten und die Voraussetzungen dazu erfüllt sind. Nennen Sie im Mammographiezentrum den Namen Ihres Frauenarztes, damit er das Ergebnis der durchgeführten Untersuchung erhält.
- Lassen Sie für die optimale Sicherheit bei Ihrem Frauenarzt in den Jahren zwischen den Screeningmammographien zusätzlich eine (kostenpflichtige) Ultraschallunterschung durchführen, bei dichtem Brustgewebe auch jährlich.
- Nutzen Sie weiterhin die regelmäßige Krebsvorsorge bei Ihrem Frauenarzt!
In Deutschland erkranken jährlich zirka 46.000 Frauen an Brustkrebs. 17.000 bis 18.000 sterben jährlich daran. Ziel ist es, durch das flächendeckende Screening die Todeszahl um 3.500 zu senken und durch Früherkennung die Zahl der gewonnen Lebensjahre beträchtlich zu erhöhen.
Das
Screening durch hochqualifiziertes Personal kommt aber nicht zuletzt den
gesunden Frauen zugute, die bisher aufgrund falscher Diagnosen sich aufwendigeren
Untersuchungsmethoden unterziehen müssen.


